SchreitersteuerungWalker controlСистема управления передвижкой энергопоезда步进机控制
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Schreitersteuerung

Zum Betrieb eines Strebes sind beträchtliche Mengen an Energie von Nöten. Typischerweise wird diese Untertage durch die Energie- und Versorgungszüge, die an Einschienenhängebahnen laufen, bereit gestellt. Da sich die Abbaufront zwangsläufig kontinuierlich verschiebt, ist es nötig den Energie- und Versorgungszug mit zu führen. Aufgrund des erheblichen Gewichts und der Abmessungen des Zuges geschieht dies mittels Schreitern.

Dabei handelt es sich um Tragkatzenpaare, die mittels eines Zylinders miteinander verbunden sind. Sie hängen dabei an einer in der Strecke befindlichen Schiene. Zur Vorwärtsbewegung klemmt sich die hintere Tragkatze an der Schiene fest. Der Fahrzylinder fährt aus und schiebt die vordere Tragkatze weiter. Im nächsten Schritt arretiert diese sich an der Tragschiene. Die hintere Tragkatze löst sich nun und wird mit dem Fahrzylinder beigezogen. Dieser Vorgang wiederholt sich nun so lange, bis die gewünschte Entfernung zurückgelegt ist.

Je nach Abmessungen und Masse der zu bewegenden Lasten können auch mehrere Schreiterpaare im Verbund eingesetzt werden.


Steuergerät

Steuergerät

Zur Steuerung des Schreitvorganges wird ein abgewandeltes ASG 5 Ausbausteuergerät verwendet. Gegenüber dem Standard ASG 5 für die Steuerung des Ausbaus kommt eine spezielle Software sowie ein angepasstes Tastaturlayout zur Anwendung.

Das ASG empfängt drahtlos die Steuerbefehle des Funkhandys und steuert dementsprechend die iEA27 Ventilmagnete an.

iLED

iLED

An jedem Schreiter befindet sich eine Leiste mit Signalleuchten vom Typ iLED. Je nach Anzahl an verwendeten Schreitern können bis zu acht iLEDs zur Anwendung kommen. Die Leuchten sind durchnummeriert und zeigen dem Bediener eindeutig an, welches Steuergerät bzw. welcher Schreiter zurzeit angewählt ist und gefahren werden kann.

Hydraulische Steuerung

Hydraulische Steuerung

Die Umsetzung der elektrischen Signale des Steuergerätes erfolgt mittels eines iEA27 Ventilmagneten. Dieser betätigt über seine Vorsteuerventile einen speziell entwickelten hydraulischen Steuerblock mit zwei Funktionen. Dieser wirkt wiederum auf die Hydraulik des Schreiterpaares.

Funkhandy

Funkhandy

Die Steuerung der Schreiter erfolgt komplett über ein Funkhandy. Der Bediener kann den Bewegungsablauf aus sicherer Entfernung überwachen und hat so einen besseren Überblick über den kompletten Energie- und Versorgungszug.

Die Bedienung arbeitet dabei nach dem Totmannprinzip. Das heißt, eine Bewegung des Schreiters findet nur so lange statt, wie die entsprechende Taste vom Bediener betätigt wird.

Wegmessstab

Wegmessstab

Beim Einsatz mehrerer Schreiter besteht die Möglichkeit, dass sich bei der Bewegung durch die Strecke die Abstände zwischen den Schreiterpaaren verändern. Dies kann z.B. durch unterschiedliches Längsspiel der Fahrzylinder verursacht werden oder durch äußere Faktoren. So könnte im extremsten Fall z.B. ein Schreiter einen Teil des Energiezuges in den davor befindliche Schreiter drücken.

Um dies zu verhindern, besteht die Möglichkeit Wegmessstäbe in die Schreitersteuerung zu integrieren. Diese werden entweder in die Fahrzylinder verbaut oder befinden sich jeweils zwischen zwei Schreiterpaaren. So können die Steuergeräte jederzeit einen Soll-/Istwert Vergleich durchführen und ggf. korrigierend eingreifen.

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